„Wenn ein Chemiker die homöopathische Arznei untersucht,
findet er nur Wasser und Alkohol;
wenn er eine Diskette untersucht, nur Eisenoxid und Vinyl.
Beide können jedoch eine Menge Informationen bergen."

Dr. Peter Fischer, Forschungsleiter am Royal London Homeopathic Hospital

INFOBLOG
Kinder in der homöopathischen Praxis | Homöopathie - Fragen und Antworten

Kinder in der homöopathischen Praxis


• Die Erstanamnese
• Schwächen und Stärken Ihres Kindes
• Wie lange dauert eigentlich eine Behandlung?
• Wieso nur eine Einzelgabe der Kügelchen, warum nicht öfter?
• Akute Erkrankungen, was sollen wir tun?
• Notfall am Wochenende?
• Arbeiten Sie mit unserem Kinderarzt zusammen?


Frage: Die Erstanamnese. Was ist denn eigentlich eine ERSTANAMNESE und wie lange dauert diese in der Regel?

Die Erstanamnese steht am Anfang der Behandlung. Sie dauert bei Kindern ca. 1-1,5 Stunden. Sie dient dazu Ihr Kind auf allen Ebenen (geistig, körperlich & emotional) kennenzulernen. Dazu müssen Sie natürlich Ihr Kind mitbringen. Denn ich möchte schauen wie es sich bisher entwickelt hat, hören was seine Anfälligkeiten sind und es natürlich auch anfassen und untersuchen. Auch seine Stärken und Schwächen zu erfassen sind mir ein Anliegen, denn es geht ja darum das Kind in seinem ganzen Sein zu begreifen, und dazu gehört auch das Wesen Ihres Kindes.


Frage: Ist es dem Kind nicht manchmal sehr unangenehm wenn wir Eltern in seinem Beisein über Schwächen, Ängste usw. sprechen sollen?

Es gibt Altersstufen wo es durchaus heikel ist über das Wesen des Kindes zu sprechen wenn es mit im Raum ist. Dazu gibt es aber ganz einfache Hilfsmittel:
• z.B. schicke ich manchmal die Kinder ins Wartezimmer damit ein Elternteil mir die Dinge berichten kann, die nicht für die Ohren des Kindes bestimmt sind.
Mit einer liebevollen Erklärung der Notwendigkeit mit Mama oder Papa alleine sprechen zu müssen haben die meisten Kinder auch Verständnis dafür. Manchmal ist aber auch angebracht ein 2. Elternteil oder eine Großmutter zur Betreuung des Kindes im Wartezimmer mitzubringen, damit ich in Ruhe das Wesentliche aufnehmen kann.
• Oder ich lasse die Eltern einfach mal aufschreiben was sie schwierig finden und dann werde ich mit diesen Informationen behutsam umgehen und das Kind damit nicht direkt konfrontieren.
• Ich schicke aber auch schon mal die Eltern ins Wartezimmer, denn ich möchte mir schließlich von beiden Seiten ein Bild machen können und auch dem Kind genügend Raum geben um seine Gefühle zu zeigen.


Frage: Wie lange dauert eigentlich eine Behandlung und wie oft und wie regelmäßig sollte man zu einer Folgekonsultation zu Ihnen kommen?

Nach der Erstanamnese bekommt Ihr Kind das homöopathische Arzneimittel, welches auf die Gesamtheit seiner Symptome am besten passt. Die Wirkung dieser Arznei kontrolliere im chronischen Krankheitsfall meistens nach 4-5 Wochen zum ersten Mal. Das heisst nach dieser Zeit machen Sie mit mir am besten einen Folgetermin aus (Dauer ca. 30 Minuten bei Kindern).
Hier steht im Zentrum die Besprechung der Reaktionen auf die Erstgabe: was wurde besser, was ist geblieben, oder haben sich neue Symptome eingestellt im Laufe dieser Zeit?
Läuft das Mittel gut, dann machen Sie am besten noch mal eine weitere Kontrolle nach 4-5 Wochen mit mir aus. Ist auch hier mit der gegebenen Erstarznei wieder ein guter Verlauf zu beobachten (das wäre der Idealfall und dieser ist nicht zwingend die Regel!), dann kann man erst einmal eine Behandlungspause machen. Eine weiterer Termin wird dann erst wieder erforderlich, wenn es einen Rückfall in die alte Symptomatik gibt, oder es zeigen sich neue, behandlungsbedürftige Symptome.
Gibt es nur wenig oder gar keine positive Reaktion auf die Arzneigabe, ist die Heilung also nicht deutlich auf dem Wege, so dienen die Folgebehandlungen in erster Linie dazu eine "bessere" Arznei zu bestimmen.
Die Fallverläufe sind aus meiner Erfahrung jeweils sehr unterschiedlich, man kann hier keine klare Regel erstellen.


Frage: Wieso nur eine Einzelgabe der Kügelchen, warum nicht öfter? Wäre es nicht besser täglich davon etwas einzunehmen?

Die klassische Homöopathie nach Hahnemann arbeitet nur mit Einzelgaben jeweils nur einer Arznei. Dieser eine Reiz einer Arznei genügt in der Regel um die Heilreaktion in Gang zu setzen. Ich verwende dazu bei Ihrem Kind die bestmögliche Potenzstufe einer Einzelarznei. Hoch genug um ohne Wiederholung längerfristig wirken zu können und angemessen damit der Reiz auf die Lebenskraft in behutsamer Weise erfolgt.


Wie verhalten wir uns am besten wenn unser Kind von einer akuten Erkrankung heimgesucht wird?

Wenn Ihr Kind während der chronisch-homöopathischen Behandlung akut erkrankt, dann rufen Sie mich am besten an um im Einzelfall abzusprechen ob eine Intervention erforderlich ist.
Leichte Beschwerden wie Husten, Schnupfen oder ein kurzweiliges Fieber behandle ich in der Regel nicht! Manchmal ist es im Rahmen der Heilung einer chronischen Erkrankung erforderlich durch eine akute Erkrankung hindurchzugehen um nachher stabiler zu werden!
Sie können Ihr Kind während dieser Zeit gerne durch einfache Hausmittel (z.B. Wickel, pflanzliche Schleimlöser etc.) oder diätetische Massnahmen unterstützen. Nur stark ätherische Öle, sowie Homöopathika und homöopathische Komplexmittel, geben Sie bitte nicht ohne Absprache. Denn alle potenzierten Arzneien können in den mit der Einzelarznei begonnen Heilungsprozess eingreifen und diese in der Entfaltung Ihrer Wirkung stören.


Frage: Was machen wir wenn unser Kind plötzlich am Wochenende erkrankt und Sie vielleicht nicht erreichbar sind?

Im Falle einer sehr akuten, behandlungsbedürftigen Akuterkrankung am Wochenende, versuchen Sie mich bitte telefonisch zu erreichen.
Versäumen Sie bitte nicht im absoluten Notfall den kinderärztlichen Notdienst oder den Notruf 112 zu verständigen!!


Frage: Benötigen wir denn gar keinen Kinderarzt mehr wenn wir zu Ihnen in die homöopathische Behandlung kommen?

Ich arbeite am liebsten Hand in Hand mit Ihrem Kinderarzt. Auch ich habe viele Jahre im Krankenhaus gearbeitet und ich werde gewisse Vorteile der Schulmedizin immer zu schätzen wissen.
Manchmal ist es jedoch unvermeidbar, dass sich im Rahmen der Therapie Meinungskonflikte ergeben hinsichtlich der Behandlungsempfehlungen.
Im Rahmen der klinischen Diagnostik, aber auch der kindlichen Vorsorgeuntersuchungen, ist es gut weiterhin einen guten Kontakt zum Kinderarzt Ihres Vertrauens zu pflegen.